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iminform – Institut für Medieninformation

Ein ernuechternder Buchmesse-Morgen am ersten Tag

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Der erste Morgen auf der Frankfurter Buchmesse 2009 beginnt recht ernuechternd. Der Arbeitstag fuer die nicht online registrierten Pressevertreter beginnt mit einer langen und sich kaum vorwaerts bewegenden Warteschlange am Akkreditierungsschalter. Immerhin sind die Damen am PC sehr freundlich. Das Prozedere ist dann wenigstens zuegig erledigt und am Eingang wird man mit einem Yogiteebeutel begruesst. Das Pressecenter oeffnet puenktlich, doch die Sitzecke wurde ausgetauscht, nun sollen sich die Fuss-gestressten Medienmenschen auf Pappkartons plazieren, kurz erholen oder Anlehnen offenbar nicht mehr erwuenscht. Die Internetexplorer der Presse-PCs erkennen keine chinesischen Schriftzeichen, sehr sinnvoll eingestellt, wenn das Gastland China heisst … Das Geld in diesen harten Zeiten ist knapp und so gibt es auch keine Stofftaschen von der Messe mehr, um all die Papiere, Kataloge und Presseerklaerungen einzustecken. Immerhin kann man sich noch Schliessfaecher gegen Kaution mieten, meines war natuerlich in der untersten Bodenreihe, doch zum Glueck gibt es da eine nette Mitarbeiterin, die noch ein freies in der mittleren Reihe entdeckt hat, ein ernuechternder Beginn der Buchmesse

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Oktober 14, 2009 at 8:26 vormittags

Film: Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital

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planetensystem marx “Nachrichten aus der ideologischen Antike” ist der Titel des neuen Films, eines Kommentar-Films, über das Kapital von Karl Marx, den Alexander Kluge nun als 9-stündige DVD-Version veröffentlicht (3 DVDs) hat, ganz im Sinne von Eisenstein mit einer “kugelförmigen Dramaturgie”. Kluge entwickelte keinen lineareren Plot, sondern einen Kommentar, ähnlich einem Planetensystem, in dem die schwerkraftbehafteten Körper umeinander Kreisen, so soll ein Zusammenhang hergestellt werden. Eisenstein hatte nach Bildern im Kapital gesucht. Kluge hat diese ebenso bei Marx und auch Eisenstein gesucht und ist dabei nur auf zwei Bilder gestoßen, die allerdings für neun Stunden Film ausreichten. Das ist einmal der sogenannte Warenfetisch und das zweite ist ein “eigenartiges” und stammt von einem Vorgänger von Marx, von Adam Smith (“…kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen”), die Tauschgesellschaft. (Kluge im Interview mit Deutschlandradio Kultur)

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November 18, 2008 at 3:00 nachmittags

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Film: Encounters at the End of the World

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Werner Herzogs Dokumentation ‘Encounters at the End of the World’ über das Leben und die Arbeit von Forschern in der Antarktis ist einer von 15 Filmen, die es bei der Vorauswahl auf die sogenannte Oscar-Shortlist für den besten Dokumentarfilm geschafft haben. Der Film zeigt eine uns unbekannte Gesellschaft am Ende der Welt. Tausend Männer und Frauen leben gemeinsam unter harten und rohen Bedingungen in unglaublich engen Quartieren in der Antarktis, riskieren dabei ihr Leben und ihren Verstand im Dienste der Wissenschaft.

[ds]

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November 18, 2008 at 8:00 vormittags

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Zum Tod von Peter W. Jansen

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Bis Montag Morgen habe ich gewartet, auf die Feuilletons, in der Erwartung, lange Nachrufe auf Peter W. Jansen zu finden. Als ich vor zwei Tagen spät abends die Nachricht von seinem Tod hörte, mußte ich an die blaue, legendäre Hanser-Filmbuchreihe in meinem Regal denken, an einen wahren Cineasten, unglaublich fundierten Filmkritiker mit einer Spürnase für die wirklich guten Filme und Regisseure, wie sich an seiner Hochschätzung (die ich ebenso teile) für Rainer Werner Fassbinder, Edgar Reitz und Alexander Kluge zeigt. In meinem Ohr hallt noch die ruhig-warme Stimme aus dem Radio und Fernsehen, der man begeistert gelauscht hat, wenn es um Filme oder Filmgeschichte ging. Leider wehte nur ein kleines, laues Lüftchen der Erinnerung durch das Feuilleton, er hat mehr verdient!

Einige ausgewählte Links:

[ds]

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November 17, 2008 at 8:00 nachmittags

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Die industriellen Blutschlachten sind seit 90 Jahren nicht verarbeitet

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(Videolink bei Google)

Der Erste Weltkrieg war der erste vollständig industrialisierte Krieg, in dem alle verfügbaren personellen und materiellen Reserven in die gewaltigen Material- und Blutschlachten bis dato ungekannten Ausmaßes geworfen wurden. Den ritterlichen und heldenmütigen Soldaten gab es nur in der Propaganda, in Wahrheit war er (Menschen)-Material, wie in dem sehenswerten Film “Im Westen nichts Neues” (auch im Bembel-TV), nach dem noch lesenswerteren gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque, zu sehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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November 15, 2008 at 12:00 nachmittags

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Film: Let’s Make Money

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Let's Make Money Programmatisch heißt es “The best time to buy is when there is blood on the street.” im neuen Film “Let’s Make Money” von Erwin Wagenhofer (Autor von “We Feed the World“) einer der ganz großen Investmentbanker in Asien, ‘ein Getriebener eines unmenschlichen Systems’ (Wagenhofer im tagesschau.de-Interview).

Der Film zur Krise, ein Zufall, doch (etwas zynisch vom Thema aus betrachtet), hätte das Timing nicht besser sein können, angesichts der aktuellen Banken- und Finanzkrise. Was machen die Banken mit (unserem) Geld? Was passiert mit dem Geld? Wer profitiert, wer zahlt drauf?

Webseite mit Trailer zum Film: www.letsmakemoney.at

Written by ds

Oktober 30, 2008 at 12:00 nachmittags

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Film: Waltz with Bashir

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2008-film_waltz-with-bashir
Ari Folmans “Waltz with Bashir” (hebräisch ‏ואלס עם באשיר‎‎) ist der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Der israelische Regisseur Ari verarbeitet in seinem Film authentische albtraumhafte Erinnerungen an seinen eigenen Kriegseinsatz als junger Soldat im Libanon vom September 1982.

“Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern… .”
[Filmbeschreibung auf waltz-with-bashir.pandorafilm.de]”

Der Film endet mit Original-Aufnahmen des Massakers von Sabra und Schatila.
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Written by ds

Oktober 28, 2008 at 8:15 nachmittags

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